Für alle die wie ich anfangs einen „Hello- Bar“ für einen Müsliriegel halten 😉 hier eine kurze Übersicht über die Fachbegriffe und Termini, die Ihr Wissen solltet, wenn Ihr mit WordPress arbeiten wollt oder sollt.

Was ist eigentlich WordPress?!?! WordPress ist eine freie Software um deine Internetpräsenz zu gestalten, ob Blog oder Webseite. Es gehört zu den CMS (Content- Management Systemen – auf Deutsch: Inhaltsverwaltungssystem) und ist eine Open Source Software. Die aktuelle WordPress Version ist die 5.2.2 und heißt Jaco (alle Versionen, seit der Version 1.0.1) werden nach bekannten Jazzmusikern benannt).

.org oder .com?

Es sind zwei Versionen von WordPress verfügbar. Die .com Version ist die „einfach mal machen“ Version. Du brauchst keinen Webspace oder Domain zu kaufen und kannst dich kostenlos registrieren und loslegen. Du bekommst eine Subdomain für den eigenen Blog und 3GB Webspace zur Verfügung. Allerdings hast du hier auch nicht sämtliche Möglichkeiten WordPress zu nutzen, daher empfehle ich dir diese Version ausdrücklich nicht.

Bei der .org Version benötigst du genau das, eine Domain oder einen Webspace. Dafür gibt es recht günstige Pakete bei den großen Hostinganbietern z.B. von all-inkl. Hier kannst du auch wählen, wie groß deine Seite werden soll. Dann geht es los mit der Installation von WordPress und deiner Online Präsenz.

Um dir einen Überblick über den Dschungel von Begriffen zu geben, hier die Top 10:

  1. Dashboard (auf Deutsch: Armaturenbrett) deine Verwaltung der Webseite. Hier steuerst du deine Abläufe und kannst die Infoboxen, die du brauchst einfach mit dem Drag und Drop System verschieben oder ausblenden.
  2. Themes (ein WordPress Begriff) oder genannt Templates/ Skins (auf Deutsch: Vorlage, Schablone) die Designvorlagen für deine Seite. Hier kannst du unter zahlreichen kostenfreien und bezahl- Versionen wählen. Dein Theme bestimmt das Grunddesign deiner Webseite.
  3. Widgets; eine Wortneuschöpfung aus Window und Gadget (auf Deutsch: grafisches Fenstersystem). Du benutzt damit Platzhalter für Inhalte, die auf jeder Seite deiner Web Präsenz auftauchen sollen z.B. Footer, Sidebar oder Hello- Bar. Standard Widgets findest du im Menü unter Design.
  4. Plugins (auf Deutsch: einstöpseln, anschließen (eine eigenständige Softwarekomponente, die eine andere Software um Funktionen erweitert) Das sind kleine Programme wie Apps, die du installieren und auf deiner Web Präsenz nutzen kannst z.B. einen Newsletter Opt-In (Formular für das du dich aktiv entscheiden musst) oder Updraft Plus (erstellt eine vollständige Datensicherung). Plugins gibt es in kostenfreien und kostenpflichtigen Versionen. Sie machen deine Präsenz individuell – je mehr du aber installierst, desto länger dauert die Ladezeit., daher gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.
  5. Beiträge- Blogs Blogartikel, also dein Online Tagebuch oder Web Journal werden als Beiträge veröffentlicht. Du kannst entscheiden, ob sich diese automatisch nach Datum sortieren oder ob du z.B. Kategorien erstellst, unter denen die Beiträge auftauchen.
  6. Seiten statische Inhalte werden auf Seiten dargestellt. So deine Seite über dich oder deine Startseite etc. Diese kannst du mit einem Page Builder gestalten. Es gibt verschieden gute Pagebuilder auf dem Markt z.B. Thrive Architect, Divi Builder oder den Elementor.
  7. Permalinks (auf Deutsch: permanente Verknüpfungen) erstellt WordPress automatisch von deinen Titeln. Die erstellte URL (Uniform Resource Locator; auf Deutsch: einheitlicher Ressourcenzeiger) führt auf deine Inhalte. So kann jeder deine Artikel über das Internet finden.
  8. Frontend – Backend (auf Deutsch: Vorderseite und Rückseite). Deine Vorderseite (Frontend) ist das, was jeder Nutzer (Kunde, Besucher, Leser) sieht, wenn er deine Seite besucht. Das Backend ist dein interner Bereich, den du durch einen Login sicherst und den du zum Bearbeiten etc. aufsuchst.
  9. RSS- Feed (Really Simple Syndication) aus deinen Beiträgen wird ein RSS- Feed generiert, den der Leser abonnieren kann um keinen deiner Blogs mehr zu verpassen. Hierzu werden dann Schlagwörter aus dem Text zugeordnet und unterhalb des Artikels angezeigt oder in einer Schlagwörter-Wolke in einem der Widget Bereiche dargestellt.
  10. siehe oben: Schlagwörter (auf Englisch: Tags) Je präziser du die Schlagwörter definierst, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Artikel auch später noch gefunden werden und dass der Leser genau das angezeigt bekommt, was er wirklich sehen und lesen möchte.

WordPress wirbt mit der 5- Minuten Installation – vom Herunterladen bis zum ersten Blogeintrag. Ganz so ist es dann doch nicht. Etwas Einarbeitung benötigst du doch. Aber auch du kannst es schaffen!

Hab einen guten Tag!

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