August 18

Folge 27 | Richtig gute Texte für deine Salesautomation schreiben

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Shownotes

In dieser Folge habe ich Hannah Mang im Interview. Hannah spricht und schreibt Klartext. Sie sagt selbst, dass sie unwiderstehliche Texte schreibt, die nicht nur mit Charme, Herz und Power verkaufen. Seit fast 7 Jahren ist sie erfolgreiche Texterin auf dem englischsprachigen Markt. Warum sie jetzt auch den deutschsprachigen Markt erobern möchte und worauf es bei richtig guten Verkaufstexten ankommt, hörst du in dieser Folge. Viel Spaß dabei.


Hannah findest du hier:
Webseite: https://hannahmang.com/
Willkommensmails: https://willkommensemails.com/
Instagram: https://www.instagram.com/hannahlisamang/?hl=de

Facebook: https://www.facebook.com/hannahlisamang/

Lade dir jetzt die Freebie Checkliste herunter: hier entlang.

Transkript der Folge

Willkommen zurück zu dieser Folge. In dieser Folge bin ich nicht alleine, sondern ich habe die liebe Hannah Lisa Mang bei mir. Hanna ist Texterin und vor einem Jahr erst vom Englischen ins Deutsche umgestiegen. Das ist auch eine seltene Kombination. Reden wir gleich gerne mal drüber, weil ich das tatsächlich manchmal auch andersherum kenne. Finde ich total spannend. Du hast im ersten Jahr deine E-Mail Liste tatsächlich direkt auf 3000 Mann bekommen und das ist einfach voluminös, was gerade den deutschen Markt angeht. Und wir kennen uns vom Joint Forces Club. Dementsprechend weiß ich, dass wir auf jeden Fall beide sechsstellige Umsätze im Jahr machen.

Ich bin heute mit dir hier, weil wir darüber reden wollen, wie man richtig gute Sales Automationstexte schreibt. Wir machen das einfach als ganz lockeres Gespräch. Ich habe ein paar Fragen vorbereitet, aber du darfst gerne erst einmal Ergänzungen vornehmen zu deiner eigenen Person.

Dankeschön für die Vorstellung. Ich freue mich, hier zu sein. Du hast schon das meiste gesagt. Ich bin normalerweise digitale Nomadin. Also ich bin Österreicherin aus Wien, aber normalerweise immer in der Weltgeschichte unterwegs. Ich sage normalerweise, weil im Moment sind wir alle etwas eingeschränkt. Aber genau. Normalerweise bin ich immer überall. Nur nicht hier in Wien, sagen wir es mal so.

Das ist total spannend. Wir sind hier auch super gerne mit den Kindern unterwegs und daher kommt auch tatsächlich meine erste Frage. Ich gehe davon aus, dass du als digitale Nomadin deswegen auf Englisch wahrscheinlich sogar angefangen hast zu arbeiten. Oder hat das einen anderen Hintergrund, bist du vielleicht sogar zweisprachig aufgewachsen?

Ja, das ist eine gute Frage. Also ich bin gar nicht zweisprachig aufgewachsen. Ich sage immer, dass ich ein Sprachengehirn habe. Mein Gehirn saugt Sprachen extremst schnell auf. Ich lerne sehr schnell und war auch immer schon interessiert. Ich kann irgendwie ohne Grund gut Englisch. Ich werde oft gefragt - wieso kannst du so gut Englisch? Keine Ahnung. Aus der Schule nicht! Das kam einfach so. 2013, als ich begonnen habe, war das eines der Dinge, wo ich am längsten gebraucht habe, um zu entscheiden, mach ich Deutsch oder mach ich Englisch? In der Online-Business-Sprache entspricht das Jahr 2013 der Steinzeit oder eher dem Mittelalter. Damals war auf dem deutschsprachigen Markt nicht so viel los. Er hat sich erst in den letzten 5 Jahren sehr rasant entwickelt. Das hätte man als Vorteil sehen können.

Ich habe im Endeffekt beschlossen Englisch zu machen, einfach weil es mir sprachlich mehr Spaß gemacht hat, auf Englisch zu schreiben. Es war wirklich eine totale dem-Bauch-nach- und der-Freude-nach-Entscheidung. Und ich habe mir immer gedacht, es ist ja nichts in Stein gemeißelt.

Definitiv nicht. Du hast ja jetzt die Kurve super gut hingekriegt. Ich finde es total spannend, weil man kennt das, gerade wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Bleiben wir mal beim Thema Automationtexte oder automatisierte Texte. Die englischen sind schon bei vielen Sachen anders und ich muss tatsächlich sagen, auch bei vielen Sachen ansprechender, weil wir im Deutschen tatsächlich manchmal echte Stolpersteine reinbringen. Manchmal denke ich, das kann man so viel schöner ausdrücken. Im Englischen sind es vielleicht zwei oder drei Worte und wir schreiben einen ganzen Absatz dazu, um eine Sache auszudrücken. Siehst du das auch so, dass es massive Unterschiede zwischen Deutsch und Englisch gibt? Und wie würdest du sagen, kann man diese ganz gut überbrücken?

Ja, das ist eine spannende Frage. Also ja und nein. Einerseits natürlich schon. Meinen Kundinnen sage ich auch immer, dass es auf Deutsch eigentlich schwieriger ist, gute Marketingtexte fürs Business zu schreiben. Es ist keine Kritik an der deutschen Sprache. Es ist einfach Fakt. Die Struktur der Sprache ist einfach anders. Im Englischen, das wissen wir alle, klingt es meistens lockerer und flockiger. Allein schon die Tatsache, dass du dich auf Deutsch entscheiden musst, ob sie SIE oder DU sagen. Auf Englisch ist das einfach kein Thema. Die englische Sprache ist in dem Sinne ein bisschen lockerer, flockiger und so weiter. Wenn man jetzt im Online Marketing Bereich unterwegs ist, so wie ich, dann gibt es total viele Begriffe, die es eigentlich auf Deutsch nicht wirklich gib. Ich versuche es immer so halbwegs oder so gut ich kann irgendwie zu übersetzen. Manchmal funktioniert das aber einfach nicht und dann ist das natürlich eine Challenge.  Also ich sehe mich da als eine Art Hilfestellung, das zu überbrücken.

Für mich war es am Anfang sehr sehr komisch und sehr sehr ungewohnt auf Deutsch zu schreiben und auch zu sprechen. Außerdem spreche ich das österreichische Deutsch. Deshalb dachte ich, keiner versteht mich, und alle finden meinen Akzent bescheuert.

Das finde ich total spannend, denn im österreichischen Dialekt gibt es zum Teil tatsächlich andere Artikel. Das hab ich, wenn ich mit der Janneke manchmal schreibe oder spreche, ist das ja doch nochmal unterschiedlich, dann auch wirklich diesen Punkt zu treffen. Das ist im Englischen auch so, da gibt es auch Dialekte. Dadurch, dass es eine Weltsprache ist, kann man sich normalerweise schon ganz gut verständigen, wenn man normales Englisch spricht.

Was ist eigentlich normales Englisch? Gibt es dafür einen Begriff für das Hochenglisch? Ist das tatsächlich so? Ich weiß es tatsächlich.

Nein. Also so wie Hochdeutsch in dem Sinne, wüsste ich nicht, dass es solch einen Begriff gibt. Jeder glaubt, dass seins das richtige Wort ist. Aber, ich hatte da schon öfters mit Kundinnen solche eine übertrieben formulierte "Sprachbarriere". Sie schicken mir Texte und ich sage dann zu ihnen, das verstehe ich nicht, was heißt das jetzt? Dann steht da z. B. etwas Norddeutsches oder etwas Schweizerisches, was ich einfach noch nie gehört habe.

Anfangs habe ich mich schwergetan, auf Deutsch zu schreiben. Ich habe mir dann immer mehr die Erlaubnis gegeben, meine Stimme neu zu finden auf Deutsch und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das hardcore Wienerisch lasse ich jetzt nicht raushängen, weil es sonst wirklich keiner versteht. Aber ich schreibe so, wie ich spreche, um das authentisch rüberzubringen. Zu meiner eigenen Überraschung, muss ich sagen, ist es dann teilweise ganz gut geworden. Irgendwie. Ich bekomme auch viel Rückmeldung. Das Wort, das ich dann immer höre, ist "erfrischend". Es ist erfrischend. Dazu möchte ich andere inspirieren. Das kann nicht nur ich. Leider kann ich uns Deutsche schon in einen Topf werfen. Es ist oft so, dass wir Deutsche mit unserer Sprache sehr regelkonform sind. Wir wollen brav die Grammatik einhalten. Ich finde es schön, wenn man ab und zu die Regeln bricht. Ich mache grammatikalisch zwar keine komplett falschen Sätze, aber es ist okay, wenn ich den Satzbau aufbreche, damit es eben nach einer Konversation klingt. Damit es so klingt wie ich spreche, sodass meine Persönlichkeit durchkommt. So kann man eine Brücke bauen.

Ist es bei Salestexten auch so? Also, wenn ich Texte schreiben würde, wären die genau zwei Sätze lang. Deswegen brauche ich da auch immer Unterstützung. Ich finde Salestexte insgesamt angenehmer zu lesen, wenn sie als Konversation geschrieben werden oder in einem, ich sag mal, nicht so gestochenen Deutsch wie in einem Aufsatz oder Ähnliches. Aber ist es für E-Mails auch so, dass du sagst, dass diese definitiv eher im Konversationsstil geschrieben werden?

Ja, ganz besonders da. Das ist so ein Phänomen. DU Zuhörer hast es vielleicht auch schon erlebt, das passiert nicht nur in der geschriebenen Sprache, sondern auch in der gesprochenen Sprache. Wenn es zum Verkaufsteil kommt beim Webinar oder bei einem Live Workshop zum Beispiel, dann shiftet die Energie von dem der präsentiert und dann wird es plötzlich komisch.

Das gleiche passiert auch im Geschriebenen. Am Anfang ist alles schön und dann wird gedacht: Oh, jetzt verlange ich Geld. Ab dann wird es steifer und komischer und irgendwie fühlt es sich dann anders an. Also gerade da sollte man wirklich mit Freude und Selbstbewusstsein und einfach ganz entspannend verkaufen, sonst hat man nicht so ein Attachment, was jetzt passiert oder jemand kauft oder nicht, sondern einfach ganz entspannt kommunizieren.

So wie: Hey, das ist mein Angebot. Okay, das habe ich. Es ist toll. Ich hab's für dich gemacht. Hol es dir, wenn es gut für dich ist. Einfach diesen Druck und diese Spannung irgendwie aus dem Verkaufen rausnehmen?

Das ist eins zu eins so. Ich finde, das merkt man in den Mails tatsächlich. Man merkt es in der gesprochenen Sprache. Und ich habe das bei jedem Webinar wirklich, dass ich darauf achte, wie verkaufen die Leute. Man merkt richtig, ob derjenige hinter seinem Angebot steht oder nicht. Also weiß er, dass ich der richtige bin. Dann finde ich es total einfach.

Also ich muss auch sagen, dass meine ersten Webinare auch so waren. Ich wusste nicht so richtig, wen ich anspreche. Also, spreche ich mal alle an. Wenn wir alle ansprechen, sprechen wir keinen an. Das ist ja schon immer so gewesen. Und ich muss auch sagen, bei den ersten Malen merktest du so richtig einen Bruch drin. So einen richtig krassen Verkaufsbruch. Und mittlerweile bekomme ich sogar teilweise Mails, wo mir gesagt wird: Lisa das war so angenehm, weil es einfach so im Flow übergegangen ist. Du hast nicht irgendwie diesen Push. Ich bin tatsächlich auch überhaupt kein Druckverursacher in Webinaren und auch in den Mails nicht. Manche lehren es tatsächlich auch so. Und es gibt auch durchaus Business Programme, wo man es gelehrt bekommt, Druck aufzubauen, damit Leute sofort kaufen. Das ist überhaupt nicht meine Art.

Ich finde es so wichtig, in eine wirkliche Kommunikation zu gehen und einen Austausch mit der Community zu haben, sei es beim Webinar oder in einer Email. Ich finde diesen Austausch in einer Mail teilweise noch etwas schwieriger. Gibt es da eventuell Standards, wie man endet immer mit einer Frage, was ja typisch in Social Media Posts ist? Oder gibt es so kleine Wendungen, wo man sagen kann, das hilft dir, eine gute Sales E-Mail zu schreiben?

Das ist eine gute Frage. Ich musste mich schon zurückhalten. Ich hätte jetzt zu allem, was du gerade gesagt hast, noch fünf Stunden reden können. Aber deine Frage ist gut. Auch hier hab ich eine Ja- und Nein-Antwort. Zum Thema Floskeln: Dazu wollte ich noch sagen, in Verkaufs E-Mails oder Verkaufstexten jeder Art passiert es dann, dass die Leute genau an der Stelle dann plötzlich in so ein Schema reinfallen, wo sie eben genau solche komischen Floskeln verwenden, die sie vielleicht woanders aufgeschnappt haben.

Das sind dann so diese englischen Klassiker aus den 90ern. Nicht dass es nicht funktioniert. Es funktioniert schon, aber du musst nicht so sein. Das ist genau das, was du mit "Druck machen" meinst. Ich bin da um 180 Grad radikal anders, weil ich einfach weiß, und nicht nur glaube, sondern von mir selber und von meinen Kunden, dass wenn man mit der eigenen Begeisterung rausgeht, es viel ansteckender ist, als diese Druckmache.

Aber zu dem, was ich alles gesagt habe, gibt es noch die psychologischen Trigger, was ich auch unterrichte. Also ich nenne sie Trigger. Und da gibt's einige, die dir beim Verkaufen helfen, die du auch anwenden solltest insbesondere in deinen Sales E-Mails. Und da gibt's manche, die sind echt stark. Das sage ich auch immer dazu, wenn ich unterrichte. Verwende sie spärlich, denn da ist die Gefahr, dass du in diese Schiene von Druckmache oder in diese sogenannten grauslichen Clickbaits reinrutschst, wenn du es übertreibst.

Also in Maßen genießen, aber trotzdem verwenden. Eins davon z.B. ist dieser Klassiker Dringlichkeit und Knappheit. Wenn du zum Beispiel in einem Launch bist und es geht dem Ende zu und die Türen schließen zu deinem Programm. Dann ist es klar, da ist eine Dringlichkeit da, ein Zeitelement, das es auch zu kommunizieren gilt. Weil, wenn du es nicht kommunizierst, dann weiß es kein Schwein und dann bringt es dir ja auch nichts.

Ich mache da zum Beispiel gerne einen Spaß draus. In etwa so: Oh mein Gott, du musst es jetzt kaufen. Wenn du es jetzt nicht kaufst, dann wird dein ganzes Business den Bach runtergehen. Ich habe zum Beispiel für meinen Klartext Schreibkurs diese Mail: Wenn du jetzt nicht kaufst, dann werden Einhörner weinen.

Also ich mache es gern lustig. Dann ist es klar, dass ich es nicht ernst meine. Aber ein bisschen was davon muss schon mit drinnen sein. Aber das ist ein schmaler Grat. Und wenn man da zu sehr aufs Gas steigt, dann ist man schnell in dieser Schiene, wo man nicht rein will und die auch nicht gut ankommt. Also, die psychologischen Trigger sollte man trotzdem unbedingt verwenden.

Vielleicht sollte ich mir da mal einen besseren Begriff überlegen als psychologische Trigger. Aber das ist, was es ist. Es klingt dann oft so, als wäre es manipulativ. Nein, das ist es gar nicht. Es ist einfach nur, dass du als Verkäufer die Psychologie verstehst. Das heißt ja nicht, dass du jetzt dem Käufer deinen Willen aufdrängst, sondern du zeigst Verständnis und Mitgefühl und du zeigst, dass du qualifiziert bist, der Person zu helfen. Und das ist ein ganz anderer Ansatz als dieses "Hey, ich dränge dir jetzt meinen Willen auf und zieh dir dein Geld aus der Tasche".

Das finde ich tatsächlich auch. Man möchte seine eigenen Kunden dazu bringen, eine Entscheidung zu treffen. Und das ist gar nicht mal unbedingt, dass sie das Produkt zu kaufen. In einem guten Webinar oder in einer guten Verkaufsphase möchtest du nur, dass die Leute eine Entscheidung treffen. Entweder sagen sie aktiv JA oder auch aktiv NEIN.

Weil das Schlimmste was dir passieren kann, sind die Kunden, die so auf dem Zaun hängen. Also diejenigen, die so zwischen JA und NEIN hängen. Das sind teilweise wirklich sehr sehr viele. Das sieht man dann immer an diesen "Kurz vor knapp Käufen". Da spielt dieses Fear of Missing out (FoMO) auch mit rein. Aber sie hätten ja nicht diese Angst, etwas zu verpassen, wenn sie nicht auf dem Zaun hängen würden und eh schon zu JA tendieren. Also, wer klar dasteht und sagt Nein, das ist nichts für mich, der hat auch keine Angst etwas zu verpassen. So, wie du sagst du bringst die Leute dazu, eine Entscheidung zu treffen, aber du drängst sie nicht dazu, JA zu sagen, sondern wirklich nur zu sagen Okay, ist es was für dich oder nicht? Und wenn ja, dann bitte kauf das, weil ich dir im Endeffekt helfen kann. Und das finde ich immer ganz spannend, ich würde sagen so in den letzten zwei Sales Mails zu schaffen, so die letzten vom Zaun zu schubsen und zu schauen, möchtest du rechts oder links runterfallen? So wie du sagst, diese Trigger ganz spärlich einsetzen und zum Schluss hin etwas dichter, um einfach diese Knappheit raus zu zögern.

Das ist normal, dass es so gegen Ende intensiviert wird. Dann gibt's mehr E-Mails und es geht dann schneller voran und da kannst du natürlich dort ein bisschen mehr draufdrücken. Das kennen wir ja auch schon von der Empfängerseite her. Ich wollte noch eins sagen, was glaube ich auch ganz wichtig ist, weil wir über diese Druckmacherei geredet haben. Ich würde gerne die andere Seite der Medaille kurz beleuchten, die, und das meine ich nicht böse, sondern ich hebe da auch meine eigene Hand, oft ein Frauen-Problemchen ist. Zwar nicht ausschließlich und auch nicht für alle. Aber, ich werfe mal alle in einen Topf. Und zwar ist das das krasse Gegenteil von der Druckmache, was wahrscheinlich eher maskulin ist. Wir Frauen sind eher so: "Hallo, ähm, Entschuldigung, es tut mir leid, dass ich jetzt Geld verlange, ich würde es gerne gratis geben, aber ich habe dieses Ding, vielleicht interessiert es dich, vielleicht auch nicht, Entschuldigung, ich hoffe, ich stör dich jetzt nicht" Boah, das geht gar nicht. Mit so einer kleinhaltenden, entschuldigenden Energie ins Verkaufen reinzugehen, ist äußerst unattraktiv und damit begeistert du niemanden. Drum sage ich immer meinen Kundinnen, weil ich habe ja doch 99 Prozent Frauen, wirklich selbstbewusst mit einem Angebot rausgehen und dahinterstehen. Und wenn du findest, das ist das beste Produkt, dann sag das so und dann kommuniziere das und stehe da wirklich dahinter und nimm dir nicht ein Blatt vor dem Mund. Du nervst damit nicht, wenn du es nicht gerade mit dieser Druckmacherei machst. Nein, aber wenn du dich so klein hältst und vielleicht nur die Hälfte sagst oder sagst, ich möchte nicht noch eine E-Mail schicken. Nein. Nicht jeder öffnet alle E-Mails und manche schauen nicht in den Spam-Ordner. Du musst gesehen werden, weil das sag ich dann auch immer, wenn du es nicht machst, dann macht es wer anderes schon. Und dann kaufen sie halt woanders und du schneidest dir und deinen Kunden sozusagen ins eigene Fleisch. Das bringt auch nichts. Diese Seite wollte ich nur nochmal kurz so beleuchten.

Total wichtig. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Das ist auch wieder so eine schöne Schnittstelle, die wir immer gemeinsam haben. Also sowohl in den Texten als auch in der Ausstrahlung, z.B. in einem Webinar oder einem Verkaufsgespräch insgesamt. Ich finde das immer ganz spannend bei Einzelgesprächen. Also, wenn ich in Eins zu Eins Gesprächen etwas buchen möchte und ich frage, was kostet mich das? Das ist ja eine legitime Frage, muss man sagen. Wir sind Unternehmer und wollen auch wissen, wo unser Geld hingeht. Und dann wird etwas gestottert und es heißt dann: "Ja, ähm, ja das kostet 40 Euro." Und was ist daran jetzt schlimm? Ich habe das ganz, ganz häufig, bei meinen Auftragnehmern. Also wenn ich einen Auftrag zu vergeben habe, möchte ich doch einfach nur wissen, was ich bezahlen muss. Ich möchte den Preis nicht drücken. Ich möchte nicht irgendwie einen Rabatt haben. Ich möchte einfach nur eine klare Zahl haben. Wenn du mir sagst, das Paket kostet 3000 Euro, dann kann ich sagen JA oder NEIN. Das ist es mir wert und das ist es mir nicht wert. Ich glaube, wenn wir uns des Wertes des Produktes oder unseres eigenen Wertes bewusst sind, dann ist es auch viel einfacher. Dann kann man es wahrscheinlich auch leichter in E-Mails rüberbringen. Ich glaube, das ist so eine ganz wichtige Vorarbeit. Und da kommen wir wieder an diese Stelle, wo immer ganz viele sagen, Mindset ist super wichtig. Und ich glaube, das gehört zur Technik dazu, es gehört zum Schreiben dazu. Man merkt auch, dass es überall eine wichtige Grundlage ist.

Hundert Prozent Ja, so ist es. Es ist genau auf das zurückzuführen. Wenn es ums Geldthema und ums Verkaufen geht, da kommt das einfach ganz stark raus, das ist meine Erfahrung. So ein Verkaufsgespräch zu führen oder eine E-Mail darf easy sein. Und es darf Spaß machen. Es muss nicht so ernst und so schwer sein. D ist genau diese Energie, mit der Leute reingehen. Das ist für viele Leute, die zu mir kommen, wie ein kleiner Breakthrough, wenn ich dann sage, dein, das soll Spaß machen und das soll leicht gehen. Und die glauben dann, ich bin völlig bescheuert. Und dann sind sie bei mir im 5-Tage-Gratis-Kurs und im Anschluss sagen sie dann: "Das war wirklich leicht und hat Spaß gemacht." Wir kommen schon mit so einer Blockade im Kopf. Oh, das ist jetzt schrecklich, ich muss jetzt schreckliche Verkaufs-Emails schreiben? Bäh. Und ich sage dann, nein, du darfst Spaß haben und mit Freude und Selbstbewusstsein dein Produkt hier verkaufen und anpreisen. Was gibt es Schöneres? So ein bisschen den Ekel rausnehmen. Das mach ich total gerne, weil das ist echt ein Problem.

Das ist definitiv so und ich sehe gerade so viele Parallelen. Ich schmunzel grade innerlich, weil es so gleich ist. Wir beiden haben eine relativ ähnliche Zielgruppe, aber wir haben unterschiedliche Leute, die davon angetriggert sind. Ich habe ganz häufig Leute, die sagen: Lisa Technik geht gar nicht, da hab ich keinen Bock drauf. Und später dann, ach wirklich? Das war wirklich einfach. Das war's jetzt? Wir sind schon fertig? Das ist einfach so schön, diese Parallelen dazwischen zu sehen.

Du Hanna, hast du eine Idee oder einen Anfang, wo man das ganz gut lernen kann? Wo man lernen kann, E-Mails zu schreiben, Texte für E-Mails zu schreiben, vielleicht nicht unbedingt direkt die Sales-Geschichte, sondern wie komme ich denn überhaupt so ins Gespräch mit meinen Lesern zum Beispiel.

Meinst du jetzt meint Freebie?

Ja, ich hab sowas im Hinterkopf.

Ja klar. Also du sprichst die Willkommens E-Mail Serie an, die sehr wichtig ist, allgemein besonders für faule Leute wie mich. Da erzähle ich dann immer gerne meine Geschichte, als ich damals in meinem englischsprachigen Business so 2700 Leute auf meiner Liste hatte und über die Jahre organisch und ohne Ads aufgebaut. Und ich habe so nichts gesagt. Ich hatte richtig diese Newsletter Silence okay, wo ich einfach ewig nichts gesagt habe und mir dann dachte, entweder haben sie mich alle vergessen oder sie hassen mich oder was auch immer.

Das kommt hier wahrscheinlich einigen bekannt vor. Besonders dann, wenn du neue Subscriber auf deiner Liste bekommst, ist es super gut eine Willkommens E-Mail Serie zu haben. Die darf auch ruhig ein bisschen länger sein. Meine ist jetzt im Moment 6 E-Mails. Ich hab noch eine drangehängt, aber mindestens 5 E-Mails, das ist schon super gut. Und dann hast du deine Leute zumindest über die ersten 2 Wochen bespielt und angewärmt. Kannst dann auch schon etwas verkaufen. Ich will es nicht unbedingt das super hochpreisige Produkt da reingeben, aber du kannst auf jeden Fall zu einem Gespräch einladen, verkaufen oder sonst irgendetwas. Ich finde super gut, weil wir bauen unsere Email Listen, während andere die Freebies raushauen, und am Ende haben sie die neuen Subscriber und die verschimmeln da und bekommen irgendwie nichts. Deshalb sind Willkommens E-Mails super super gut. So lernen dich deine Subscriber kennen, du baust eine Beziehung mit ihnen auf, die einfach wichtig und schön, aber auch Voraussetzung für den Verkauf ist.

Und ja, das kannst du einfach automatisiert laufen lassen. Du schreibst einmal 5 E-Mails und dann noch mein Lieblings Trick der jetzt nicht in meinem Freebie erklärt ist. Ich erkläre auch gleich noch was ein Freebie ist. Wenn du zum Beispiel gute Newsletter schreibst oder in der Vergangenheit geschrieben hast, die irgendwie sehr populär waren, wo du viele Rückmeldungen bekommen hast, wo du denkst, dass das ein wichtiges Thema ist, dann kannst du diesen Newsletter immer noch später an deine Willkommens E-Mail ranhängen und so baust du deine Serie aus. Darum sage ich, dass es bei meiner Serie 6 E-Mails sind. Ich habe mal mit 5 gestartet. Dann habe ich einen Newsletter drangehängt. Und so kannst du das auch ausbauen, wenn du möchtest.

Soll ich kurz ein Freebie erklären, was das überhaupt ist? 

Ja, erkläre das sehr gerne, Hanna. Das ist sehr gut, weil ich diese technische Umsetzung des Ganzen mache. Ich mache zwar auch ganz viele Willkommen-Serien, aber halt nur technischer Art. Ich sage dann auch immer, hast du gute Newsletter, die können wir auch mit aufnehmen und der Masse angleichen.

Das ist cool, dass du das den Leuten sagst, weil wir haben so viel Content, den schießen wir einmal raus und dann war's das. Du kannst ihn ja recyceln und und für mehr Leute verwenden. Also ich finde, das ist echt eine super gute, wichtige Idee. Mein Freebie ist eine Anleitung zum Schreiben einer fünfteiligen Willkommens E-Mail Serie. Dazu bekommst du dann natürlich meine E-Mails als Vorlagen und meine PDF-Anleitung ist sozusagen anhand meiner E-Mails erklärt. Ich führe dich da Schritt für Schritt durch. Ich sage immer, es ist wirklich idiotensicher. Ich habe schon so viele Rückmeldungen bekommen, wie einfach das war, wie leicht es ging und dass es Spaß gemacht hat und auch, dass Leute schon ihre Coaching-Pakete verkauft haben, ihre Mini-Kurse verkauft haben und so und so weiter, weil sie ihr Angebot in ihre Willkommens-E-Mail Serie eingebaut haben. Also, es ist einfach umzusetzen und es funktioniert. Und das kannst du dir ganz einfach holen.

Perfekt. Wir verlinken das auf jeden Fall in den Shownotes. Da bin ich ja auch ein ganz großer Fan von. Dementsprechend musstest du das natürlich jetzt erwähnen.

Ja, danke.

Hannah, hast du noch einen Tipp, wo du sagst, der muss auf jeden Fall nochmal rausgehauen werden?

Ach, so viele. Hannah, du hast doch bestimmt 30 in der Hinterhand, aber einer davon, wo du jetzt sagst, das ist jetzt so der Lieblingstipp, der passt jetzt noch am besten mit rein.

Darüber könnte ich jetzt auch acht Stunden reden, aber wenn du mich so fragst, das eine wichtigste Ding, das ich unbedingt immer mitgeben möchte, ist, sei bitte spezifisch in deinen Texten. Es gibt nichts Schlimmeres als generelle und vage Texte. Dann klingst du wie alle anderen. Es hat keine Aussagekraft. Es erzeugt keine Emotionen. Es geht nicht unter die Haut. Es bringt die Leute nicht dazu, in Aktion zu gehen, was genau das ist, was du willst. Also sag nicht sowas wie mein Lieblingsbeispiel: "Bring dein Business aufs nächste Level." Da stellen sich bei mir immer alle Haare auf. Was ist denn das nächste Level? Was ist das jetzige Level? Erklär's uns, sei spezifisch, male uns ein Bild, sprich die Sinne an. Wenn du das in deiner Sprache hinkriegst, dann stichst du automatisch aus der Masse raus, weil deine Persönlichkeit ist spezifisch. Du bleibst in Erinnerung, weil spezifische Dinge einfach ein klares Bild in meinem Kopf erzeugen und die Sinne ansprechen und Emotionen auslösen. Und Emotion ist immer das Allerwichtigste, weil eine Aktion sozusagen auf Emotion basiert. Jede Kaufentscheidung basiert auch auf Emotion. Darüber könnte ich jetzt noch ein Wochenendseminar halten. Aber soviel zumindest als Denkanstoß, wenn du einmal über deine Texte drüber schaust, wo ist da vielleicht irgendwas, was ein bisschen vage und unspezifisch und generell formuliert ist? Wie kann ich das spezifischer und treffender machen? Dann hast du schon gewonnen.

Perfekt. Du sprichst mir so aus der Seele. Bei vielen Sachen merke ich so richtig es passt so gut zusammen. Ich sag auch immer, die ganzen Kaufentscheidungen werden halt im Unbewussten getroffen und das Unbewusste lässt sich rational einfach nicht ansprechen. Was bedeutet, wir müssen über die Emotionen gehen. Wir müssen einfach ins Herz kommen. Sag ich auch immer gerne. Wir müssen irgendwie ins Herz kommen. Ich mag den Begriff Herzensbusiness ja überhaupt nicht. Das ist so mein Begriff, wo sich bei mir alle Nackenhaare aufstellen. Aber trotzdem ist es diese Art und Weise. Wir müssen einfach bei den Leuten im Herz ankommen, die müssen dann denken, ja das passt zu mir. Das ist so ein bisschen dieses wohlige Gefühl, was wir da erzeugen. Und wenn wir das schaffen, dann haben wir einfach schon ein Stein im Brett. So sagt man zumindest hier im Ruhrgebiet, ich weiß nicht, ob man das auch überall so sagt. Ein Stein im Brett haben, heißt im Endeffekt so viel, dass die Leute einen schon mal mögen und einfach Vertrauen zu einem haben.

Danke, danke, danke Hannah. Es war super schön mit dir. Es hat mich gefreut und ich habe schon so viele Ideen und Fragen noch im Kopf. Ich denke mal, wir werden mindestens noch eine Edition Nummer 2 machen davon und würde mich sehr freuen, wenn wir uns hier wiedersehen und wieder hören und du nochmal zu Gast sein magst.

Sehr sehr gerne. Vielen, vielen Dank, dass ich da sein durfte.

Super gerne. Wunderbar! Hab du Zuhörerin oder Zuhörern noch einen wundervollen Tag und wir sehen uns nächste Woche. Bis dann. Tschüss.